Marco Schade, Paläontologie, Bogislawstipendium

Marco Schade, Foto: privat
Marco Schade, Foto: privat

In meiner Promotion stehen Dinosaurier aus dem Erdmittelalter im Fokus - genauer gesagt - ihre Schädel. Ich versuche, mithilfe von CT-Daten Erkenntnisse aus Fossilien zu gewinnen. Im letzten Jahr habe ich zusammen mit Kollegen den digitalen Gehirnschädelausguss eines Raubdinosauriers veröffentlicht. Unsere Arbeit lässt Schlussfolgerungen auf die besondere Anatomie und Ökologie dieses Raubtieres zu, welches vor ungefähr 115 Mio. Jahren im heutigen Brasilien lebte.

 

Online-Vortrag zum Thema

In scientific reports veröffentlichter Artikel Juni 2020

Link zum Lehrstuhl Paläontologie

Marlene Mühlmann, Psychologie, Stipendium aus Landesmitteln

Die sexuelle Gesundheit wird hierzulande mit Hilfe von Sexualaufklärung an Schulen gefördert. Auch das Elternhaus spielt eine entscheidende Rolle, wenn bei den Jugendlichen Themen wie Sexualität und Beziehungen relevant werden. Gerade aktuell - in Zeiten von Home-Schooling und Schulausfällen - ist es wichtig, die Eltern in ihrem Teil der Sexualaufklärung zu unterstützen. Dazu entwickle und evaluiere ich im Rahmen meiner Forschungsarbeit ein online-basiertes Programm für Eltern von Jugendlichen.

Link zum Lehrstuhl Gesundheit und Prävention

Lisann Schmidt, Wirtschafts- und Sozialgeographie, Bogislaw-Stipendium

Die Globalisierung bewirkt eine Intensivierung von weltweiten Austauschprozessen zwischen Gesellschaften, Ländern und Städten. Vor diesem Hintergrund untersuche ich in meinem Promotionsprojekt die Mobilität von Stadtentwicklungspolitiken. Die Politikfelder „Digitalisierung“, „Mobilität“ und „Stadterneuerung“ stehen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. In geographischer Perspektive fokussiere ich den Ostseeraum, der auf eine lange Tradition wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Beziehungen zurückblickt.

Mit der räumlichen Fixierung ist mein Forschungsprojekt eng an aktuelle Forschungsschwerpunkte der Universität Greifswald angebunden. Es profitiert in besonderer Weise vom Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) und leistet dort einen komplementären Beitrag zum Cluster „Regionalentwicklung und ländliche Räume“.

Link Interdisziplinäres Zentrum Ostseeraum

Link Wirtschafts- und Sozialgeographie

Link Lisann Schmidt

Robert Huber, Psychologie, Bogislaw-Stipendium

Ich beschäftige mich in meiner Promotion mit unterschiedlichen Reaktionen auf Emotionen, die von Ingroup- oder Outgroup-Personen gezeigt werden. Ingroup-Personen sind Personen die meiner eigenen sozialen oder kulturellen Gruppe angehören, Outgroup-Personen sind dementsprechend einer anderen Gruppe zugehörig.

In der Literatur gibt es den Befund, dass dieselbe Emotion (z. B. Freude) je nachdem, ob sie von Ingroup- oder Outgroup-Personen gezeigt wird, unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Zur Erklärung dieses Befundes gibt es zwei konkurrierende Ansätze, unsere Arbeit soll diese widersprüchlichen Ansätze gegeneinander testen und damit eine Grundlage für weitere Forschung auf diesem Gebiet schaffen.

Link Kognitionspsychologie

Link Robert Huber

 

Victoria Rieckhoff, Kriminologie und Strafrecht, Bogislaw-Stipendium

Victoria Rieckhoff, Foto: privat
Victoria Rieckhoff, Foto: privat

Seit dem Sommer 2018 promoviere ich auf dem Gebiet des Jugendstrafvollzugs und nehme in diesem Zusammenhang das soziale Umfeld und die sozialen Beziehungen junger inhaftierter Personen in den Blick. Über einen Zeitraum von insgesamt 17 Monaten habe ich 17 junge Inhaftierte auf ihrem Weg aus dem Vollzug in ihr Leben nach der Haft begleitet. Mit der Hilfe der hierbei gewonnenen qualitativen Daten kann unter anderem untersucht werden, inwiefern sich die sozialen Beziehungsgefüge der jungen Menschen positiv und/oder negativ auf deren (Legal-)Verhalten nach der Haftentlassung auswirken.

Link zum Lehrstuhl Kriminologie

David Walther, Anglistik Amerikanistik, Stipendium aus Landesmitteln

Das Groteske weist in Kunst und Literatur seit je her eine transgressive Natur auf, deren Ambivalenz traditionelle Grenzen sowohl verhärten als auch aufbrechen kann. Meine Promotion widmet sich der literarischen Analyse des Grotesken in Salman Rushdies Œuvre, um aufzuzeigen, inwiefern die groteske Schnittstelle in seinem Werk Diskurse von Macht, Geschlecht, Ökologie und Postkolonialismus hinterfragt und miteinander verbindet.

Der Rahmen für diese Analyse wird durch eine Synthese des Grotesken und Foucaults Verständnis von Macht geschaffen. Auf diese Groteske-Macht-Matrix werden dann verschiedene andere Diskurse aufgepfropft. Dabei greife ich unter anderem auf Denker wie Julia Kristeva, Mary Russo und Homi K. Bhabha zurück, um eine detaillierte Untersuchung der vielen grotesken Instanzen in Rushdies Werk und deren Verwendung zur Kontextualisierung der wichtigsten Themen unserer Zeit zu ermöglichen.

Link zum Lehrstuhl Anglophone Literatur und Kultur

Alice Cesbron, Anglistik Amerikanistik, Bogislawstipendium

Alice Cesbron, Foto: privat
Alice Cesbron, Foto: privat

Social media has indisputably become a place of debate and social change over the last few years when it comes to feminism and heteronormativity. Based on a corpus of Twitter and Instagram data in English, French and German, my research focuses on multimodal discourses about heterosexuality and more specifically on metadiscourses that provide commentary on internet content that displays stereotypical heterosexuality and/or heteronormativity. Using the tools of multimodal critical discourse analysis, such as revealing implicit ideologies at play and using visual analysis, the goal of my project is to look at how certain communities of social media users question and redefine heterosexuality and heteronormativity and how this can give us insight into current heterosexual norms and how the evolution of heteronormativity is perceived.

Link Alice Cesbron

Johannes Sange, Kunstgeschichte, Bogislawstipendium

Johannes Sange, Foto: privat
Johannes Sange, Foto: privat

Thema meiner Promotion ist der Mecklenburger Hofmaler Georg David Matthieu. Neben seinem bisher spärlich erforschten Leben und künstlerischen Umfeld konzentriere ich mich hauptsächlich auf sein Schaffen im Bereich der Porträtmalerei des Rokoko. Beleuchtet werden dabei die kulturelle Funktion und ästhetischen Wirkungsweisen seiner Bildnisse. Hierbei steht besonders ein von Matthieu verwendeter illusionistischer Porträttyp im Fokus, der in seiner Beschaffenheit deutschlandweit einmalig ist. Aus dieser Betrachtung lässt sich eine Verortung seiner Bildnismalerei in der höfischen Porträtkunst des 18. Jahrhunderts ableiten und eine weitere internationale kulturelle Verflechtung in der Geschichte Mecklenburgs belegen.

Link Ästhetik und Kulturphilosophie

Link Kunstgeschichte

Sandra Markiewicz, Deutsche Philologie, Bogislawstipendium

Sandra Markiewicz, Foto: privat
Sandra Markiewicz, Foto: privat

Der menschliche Körper ist seit jeher ein zentrales Element unserer (un)bewussten Alltagswahrnehmung und wissenschaftlicher Untersuchungen. Er prägt unsere Diskurse über Identität und Macht, über Fragen der Zugehörigkeit und Ausgrenzung. Normen werden an ihm und über ihn verhandelt und sind dabei häufig an Werturteile geknüpft, die global gravierende Auswirkungen auf unser soziopolitisches Miteinander haben. Diese Mechanismen und Diskurse werden unter anderem in der Gegenwartsliteratur reflektiert. In meiner Promotion untersuche ich transdisziplinär die sozial relevante Interdependenz von Körper, Wahrnehmung, wertender Urteilsbildung und Literatur in deutschsprachigen Texten aus den Jahren 2020-21 (gestützt durch Theorien und Studien der Psychologie, Neurobiologie, Sozial- und Kulturwissenschaft sowie der Literaturwissenschaft).

Link Sandra Markiewicz

Fabian Winter, Pharmazie, Bogislaw-Stipendium

Fabian Winter, Foto: privat

Klinische Studien am Menschen sind in der Arzneimittelforschung unvermeidbar. Allerdings ist es nicht nur Pflicht und Ziel aller pharmazeutischen Unternehmer, diese Studien so sicher wie möglich für die Probanden zu gestalten, sondern auch diese Untersuchungen auf ein Minimum zu reduzieren. Eine Möglichkeit dies zu erreichen, bieten seit einigen Jahren die Physiologie-basierten Pharmakokinetik (PBPK) Modellierungen. Dabei wird das Verhalten der Arzneiform und des Arzneistoffes im menschlichen Körper am Computer simuliert.

In meiner Promotionsarbeit untersuche ich neue Wege, die vielen Daten aus den Laboruntersuchungen in solche Simulationen zu integrieren, um sowohl Wirkung als auch eventuelle Nebenwirkungen der Arzneistoffe besser vorhersagen zu können, ohne diese am Menschen testen zu müssen.  Besonderen Fokus lege ich dabei auf die physiologischen Einflüsse auf die Arzneiform während der Magen-Darm-Passage.

Link zum Arbeitskreis Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie

Dustin Matthes, Deutsche Philologie, Bogislawstipendium

Meine Promotion dreht sich um Gegenwartsliteratur und Computerspiele. Statt mich aber der in der Vergangenheit häufig gestellten Frage zu widmen, ob und wie Computerspiele „gelesen“ werden können, möchte ich den Blick umdrehen. Gespeist aus Überlegungen aus dem Bereich der Game Studies und des Cyberfeminismus blicke ich auf ausgewählte Texte zeitgenössischer Literatur und untersuche, wie diese von Computerspielen geprägt sind, sowohl thematisch als auch strukturell. Aber auch die Frage, wie sich Computerspiele verändern, wenn sie literarisch bearbeitet werden, spielt in der Arbeit eine Rolle, da im Sinne eines weiten Textbegriffs, orientiert an Theorien der Intertextualität, die Grenzen zwischen den beiden Medien als fließend wahrgenommen werden.

Link Deutsche Philologie Dissertationen