E-BRAiN

Evidenz-basierter Robot-Assistenz in der Neurorehabilitation

Schlaganfall-bedingte Behinderungen („neuro-disabilities“) nehmen weltweit deutlich zu. Durch eine gezielte und ausreichend intensive neurorehabilitative Behandlung können die durch einen Schlaganfall zunächst entstandenen Behinderungen nachhaltig reduziert und wieder mehr Selbständigkeit im Alltag der Patienten erreicht werden. Dies erfordert jedoch absehbar mehr therapeutische Kapazitäten im Bereich der Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie und Physiotherapie als im Gesundheitswesen zur Verfügung stehen. Humanoide Roboter als Therapie-Assistenz in der Neurorehabilitation haben eventuell das Potential, diesen notwendigen Bedarf mit abzudecken. Sie können und sollen die Behandlung durch Ärzt*innen und Therapeut*innen nicht ersetzen, aber eventuell ergänzen, mit dem Ziel, die schlaganfallbedingten Behinderungen zu reduzieren.

Dem von der Landesexzellenzinitiative MV „Digitalisierung in der Forschung“ geförderten Forschungsverbund E-BRAiN (Evidenz-basierte Robot-Assistenz in der Neurorehabilitation) unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Platz, steht von Juli 2019 bis September 2022 rund 2 Mio Euro zur Verfügung, um wissenschaftlich zu untersuchen, ob humanoide Roboter das Potential haben, als Therapie- Assistenz in der Neurorehabilitation eingesetzt werden zu können. Im Verbundprojekt verfolgen Wissenschaftler*innen der Universitätsmedizin und Universität Greifswald, der Universität Rostock sowie der Hochschule Neubrandenburg gemeinsam diesen zukunftsweisenden Forschungsansatz. Das interdisziplinäre Konsortium, bestehend aus Medizinern, Informatikern, Psychologen und Gesundheitsökonomen, bearbeitet die Fragestellung, ob und wenn ja wie sich neurorehabilitative Behandlung ergänzend digitalisiert umsetzen lässt, ob damit ebenfalls Behandlungserfolge erzielt werden können und wie Betroffene diesen Ansatz bewerten.

 

 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Stefanie Tobschall - Mitarbeiterin Projektmanagement
Universität Greifswald
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 866966

stefanie.Tobschallmed.uni-greifswaldde


Forschungsprojekt im Rahmen der Landesexzellenzinitiative Mecklenburg-Vorpommern, gefördert von der Europäischen Union (ESF)