Wetscapes

Stoffumsetzungsprozesse an Moor- und Küstenstandorten als Grundlage für Landnutzung, Klimawirkung und Gewässerschutz

Das Projekt steht unter Leitung der Universität Rostock, die Universität Greifswald beteiligt sich. Weitere Partner sind das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) Neustrelitz sowie das Greifswald Moor Centrum.
Der von den Arbeitsgruppen Joosten, Wilmking, Kreyling und Urich zusammen mit Rostocker Kollegen eingereichte Projektantrag wurde im Rahmen der Landesexzellenzinitiative Mecklenburg-Vorpommern für die Förderung empfohlen. Ziel von WETSCAPES ist es, wissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige, schonende Bewirtschaftung degradierter und dann wiedervernässter Standorte zu erarbeiten. Dabei wird insbesondere die Torfbildung in Durchströmungsmooren, Küstenüberflutungsmooren und Erlenbruchwäldern in M-V erforscht. Das  DLR  wird  das Upscaling der Forschungsergebnisse übernehmen und fernerkundbare Indikatoren für die Umwelteffekte der Entwässerung und der Wiedervernässung entwickeln. Die gemeinsamen Feldforschungsstandorte der Universitäten Greifswald und Rostock liegen teiweise im Testfeld DEMMIN des DLR. Der Wissenstransfer wird durch das Greifswald Moor Centrum erfolgen. Die Ergebnisse von WETSCAPES fließen in parallellaufende Vorhaben in Greifswald und in Rostock wie das Verbundprojekt "Deutscher Moorschutzdialog" (BMUB, 2015-2018) und die Erarbeitung einer Landesstrategie „Paludikultur Mecklenburg-Vorpommern“ (2016) ein. Das Greifswald Moor Centrum fungiert dabei als Kommunikationsplattform zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik. Es speist die Ergebnisse in gesellschaftliche und politische Prozesse ein und kommuniziert die Bedürfnisse der potentiellen Anwender und Nutzer in das Projektkonsortium.

 

Auszug aus dem Votum der Jury:

„Die teilnehmenden Projektpartner haben in eindrucksvoller Weise ihre fachliche Kompetenz darstellen können: In Deutschland verursacht die Landwirtschaft auf Mooren ca. 3 Mrd. Euro Klimaschäden pro Jahr; etwa 38% der gesamten Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft stammen aus Moorböden. Dabei ist bisher nicht gelungen, die Gründe unterschiedlicher Methan-Emissionen über wieder vernässte Moore zu erklären. (…) Die Gutachter sind davon überzeugt, dass das Konsortium die im Projekt beschriebenen Fragestellungen und Aufgaben erfolgreich bearbeiten kann.“

 

Kontakt an der Universität Rostock
Prof. Dr. Nicole Wrage-Mönnig
Justus-von-Liebig-Weg 6
18059 Rostock
Telefon +49 381 498 3140
nicole.wrage-moennig(at)uni-rostock(dot)de
Professur Grünland und Futterbauwissenschaften