Was macht gute wissenschaftliche Praxis aus?

Gute wissenschaftliche Praxis

"Redlichkeit zur Richtschnur ihres Denkens und Handelns zu machen, ist die Aufgabe und Verpflichtung eines jeden einzelnen Wissenschaftlers und einer jeden einzelnen Wissenschaftlerin. Ihre Bedeutung und Bandbreite zu erfassen und zu formulieren, die Voraussetzungen für ihre Geltung und Anwendung zu sichern und dort, wo es notwendig ist, auch Vorkehrungen gegen Verstöße zu treffen, ist die Pflicht der Wissenschaft als Gesamtsystem und zugleich ein zentrales Element ihrer Selbstverwaltung. Nur die Wissenschaft selbst kann, nicht zuletzt durch organisations- und verfahrensrechtliche Regelungen, gute wissenschaftliche Praxis gewährleisten."

(Denkschrift "Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis", DFG 2013, S. 8)

 

Was gute wissenschaftliche Praxis (GWP) ist und was nicht, ist nicht immer klar definiert. Es gibt unterschiedliche Auslegungen, fachspezifische Unterschiede und diverse Grauzonen. Dennoch gibt es einen breiten Konsens, was gute wissenschaftliche Praxis ausmacht und vor allem worin sie nicht besteht. So ist klar, dass GWP keinerlei wissenschaftliches Fehlverhalten duldet. Letzteres liegt vor, "wenn bewusst oder grob fahrlässig Falschangaben gemacht werden, geistiges Eigentum anderer verletzt oder sonstwie deren Forschungstätigkeit beeinträchtigt wird" ("Zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten in den Hochschulen". HRK 1998). Die DFG definiert in ihrer Denkschrift daher Ehrlichkeit als allumfassendes Prinzip wissenschatlichen Handelns, dazu zählt allgemein "lege artis zu arbeiten, Resultate zu dokumentieren, alle Ergebnisse konsequent selbst anzuzweifeln, strikte Ehrlichkeit im Hinblick auf die Beiträge von Partnern, Konkurrenten und Vorgängern zu wahren" (DFG 2013, S. 15).

Nähere Details regeln die DFG-Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis.

Bei Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis oder bei Verdacht auf wissenschafltiches Fehlverhalten stehen die Ombudspersonen der Universität Greifswald zur Verfügung. Ihre Arbeit wird geregelt durch die Satzung der Kommission zur "Selbstkontrolle in der Wissenschaft” an der Universität Greifswald.

Die Graduiertenakademie, KarriereWegeMentoring, die Graduiertenkollegs und das Domagk-Stipendienprogramm informieren Promovierende in regelmäßigen Veranstaltungen und im persönlichen Gespräch über die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und Forschungsethik.

Als weitere Beratungsstelle fungiert die Ethics Commission of the Medical Faculty (Ethikkommission).

 


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Graduiertenakademie der Universität Greifswald

Dr. Michael G. Schöner

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