Systemakkreditierung

Qualitätssiegel für die Universität

Die Universität Greifswald ist systemakkreditiert

Die AQAS-Gutachtergruppe überzeugte sich während der zwei Begehungen davon, dass das System der integrierten Qualitätssicherung in Studium und Lehre der Universität Greifswald die Qualität der Studiengänge gewährleistet. Das Zertifikat gilt für sechs Jahre - bis 2021.

Mit der Systemakkreditierung darf die Universität ihr eigenes zertifiziertes internes Prüfverfahren einsetzen. Alle Studiengänge werden akkreditiert, die das universitätsinterne Verfahren zur Qualitätssicherung durchlaufen haben. Dabei sind zwei Arten zu unterscheiden: die Konzeptprüfung bei der Einrichtung neuer Studiengänge und die interne Zertifizierung bestehender Studienangebote nach erfolgreichem Abschluss der externen Fachevaluation.

Die Universität Greifswald gehört somit zu den rund 35 systemakkreditierten Hochschulen - von über 420 Hochschulen in Deutschland.


Aktuelles zur Systemakkreditierung

Themenbezogene Stichprobe zur Systemakkreditierung

Am 13.11.2017 nahm Prorektor Prof. Dr. Steffen Fleßa am Expertengespräch "Themenbezogene Stichprobe zur Systemakkreditierung" in Berlin teil.

Jetzt hat der Akkreditierungsrat den Bericht auf seiner Webseite veröffentlicht. Das Akkreditierungssystem steht vor einem Umbau. Hier geht´s zum Bericht >>

Aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Das System der Akkreditierung wird von Lehrenden häufig als bürokratisch, fremdbestimmt und teuer empfunden. Aber nicht nur in ihrer praktischen Umsetzung ruft die, seit 1998 mit dem "Bologna-Prozess" schrittweise eingeführte Akkreditierung Kritik hervor. Juristen bemängelten die parlamentsgesetzliche Grundlage des Systems. So basiert die Akkreditierung momentan auf einem für die Bundesrepublik Deutschland ungewöhnlichen Zusammenspiel der jeweils einschlägigen Landeshochschulgesetze mit dem Gesetz eines bestimmten Bundeslandes - dem nordrhein-westfälischen Akkreditierungsstiftungsgesetz (AkkStiftG).

Der Kerngehalt des Urteils des Bundesverfassungsgerichts ist unmissverständlich: So steht das "Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG zwar Vorgaben zur Qualitätssicherung von Studienangeboten grundsätzlich nicht entgegen. Wesentliche Entscheidungen zur Akkreditierung darf der Gesetzgeber jedoch nicht weitgehend anderen Akteuren überlassen, sondern muss sie unter Beachtung der Eigenrationalität der Wissenschaft selbst treffen."

Dennoch erachtet das Bundesverfassungsgericht die nordrhein-westfälischen Akkreditierungsbestimmungen mit ihrem schlichten Verweis auf die "geltenden Regelungen" als zu unbestimmt und erklärt sie deshalb für mit Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG unvereinbar. Hiernach hat der Gesetzgeber die Rechtstellung der Agenturen, die Einleitung und das Verfahren der Akkreditierung, die Rechtsform der Entscheidungen der Agenturen und des Akkreditierungsrates, sowie die zeitlichen Intervalle einer Reakkreditierung zu regeln.

Für die Universität Greifswald ergeben sich aus dem Urteil keine Konsequenzen. Die Systemakkreditierung ist weiterhin gültig. Da grundsätzlich alle Studiengänge Gegenstand der hochschulinternen Verfahren der Qualitätssicherung sind, entfallen weitere Akkreditierungspflichten. Grundlage der Tätigkeit der Universität ist das Landeshochschulgesetz M-V.


Stabsstelle Integrierte Qualitätssicherung
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