Über den Ryck geschaut


Reflexion der individuellen Studiensituation als Orientierungshilfe in der Studieneingangsphase

Alexander Schmitt, Prof. Dr. Sönke Knutzen, Dr. Henning Klaffke

 

Im Rahmen dieses Beitrags wird der Ansatz des Programms „mytrack“ an der Technischen Universität Hamburg
(TUHH) dargestellt. Mit Hilfe des Programms kann die Studiensituation der Studierenden an der TUHH besser
erkannt und deren Bedürfnisse ganzheitlich und individuell gefördert werden. Hierbei stellt eine onlinegestützte
Selbsteinschätzung zur Diagnose individueller Kompetenzförderbedarfe den strukturgebenden Rahmen dar,
welches mittels eines anschließenden Beratungs- und Orientierungskonzepts flnkiert wird
 


Möglichkeiten zur Auffrischung der schulischen Kenntnisse durch den Einsatz einer Online-Lernumgebung

Prof. Dr.-Ing. Karin Landenfeld, Jonas Priebe, Dr. Marita Wendt

 

Der Einsatz digitaler Unterstützung in der Lehre wird aktuell an vielen Hochschulen sehr gefördert und insbesondere die verschiedenen Lehr- und Lernszenarien und Einsatzmöglichkeiten mit den Vor- und Nachteilen werden
breit diskutiert. In diesem Beitrag wird die Online-Lernumgebung viaMINT, die für den Vorkursbereich in den
MINT-Fächern Mathematik, Physik, Informatik und Chemie an der HAW Hamburg entwickelt wurde, mit ihrem
videobasierten interaktiven Ansatz vorgestellt. Es werden die verschiedenen Einsatzszenarien diskutiert, in
denen die Online-Vorkurse Anwendung fiden, und Elemente erläutert, die die Akzeptanz und damit den Erfolg
der Online-Lernumgebung sehr beeinflssen. Insbesondere im Übergang von der Schule in die Hochschule
mit der breiten Wissensdiversität der Studienanfängerinnen und -anfänger sind individuelle Lernmöglichkeiten
sowie eine Unterstützung und Begleitung durch die Hochschule wichtige Elemente
 


Forschendes Lernen in der Studieneingangsphase - die Projektlabore im Orientierungsstudium MINTgrün

Dr. Franz-Josef Schmitt, Dr. Züleyha Yenice Campbell, Hans-Joachim Schwab, Dipl.-Ing. Marcus Weinkauf, Christian Schröder

 

Das Orientierungsstudium MINTgrün der Technischen Universität Berlin wurde im letzten Jahr von 593 Studierenden besucht. In den letzten Jahren hat sich immer stärker herauskristallisiert, dass MINTgrün für Studienanfängerinnen und Studienanfänger, die Orientierung suchen, eine große Hilfe darstellt. Wir wollen deshalb auch
andere Universitäten in Deutschland dazu ermutigen, ein Orientierungsstudium einzurichten. Dabei halten wir
die spezielle Struktur von MINTgrün für ausschlaggebend für den Erfolg:
MINTgrün vermittelt einen Überblick über die TU Berlin und ihre Studiengänge. Direkte Anwendungsbezüge
und die Einbindung externer Partner bieten einen Ausblick auf spätere Berufsfelder. Speziell für MINTgrün
wurden die Ringvorlesung „Wissenschaftsfenster“ und das „Orientierungsmodul Studienwahlentscheidung“
als Pflchtmodule entwickelt. Im Wahlpflchtbereich stehen den Studierenden die Teilnahme an mehr als 40
regulären Grundlagenmodulen aus dem gesamten Fächerangebot der TU Berlin sowie mehrere praxisorientierte
Projektlabore zur Verfügung.
In dem vom BMBF fianzierten „Qualitätspakt Lehre“ (QPL) stellt MINTgrün ein curriculares Angebot dar, das
durch eine Anerkennung der erworbenen Leistungspunkte bei einem späteren Wechsel nicht nur den Übergang
von der Schule in die Hochschule, sondern auch den Wechsel in ein reguläres Bachelorstudium erleichtert.
In MINTgrün wurden bis heute zehn Projektlabore nach dem Konzept des Forschenden Lernens von einem Team
engagierter Lehrender aus verschiedenen MINT-Bereichen und den Geisteswissenschaften entwickelt, die
ebenfalls später in regulären Studiengängen im Pflcht-, Wahlpflcht- oder Wahlbereich anerkannt werden. Die
Diversität des Angebots ist für Studierende mit verschiedenen Bildungshintergründen und -interessen attraktiv.
Einige Labore erfreuen sich einer überdurchschnittlich hohen Frauenquote, beispielsweise das Projektlabor „Wie
Wissenschaft Wissen schafft“ oder das „Online-Projektlabor Chemie“ mit einem Frauenanteil von 45%.

 


"Studieneingangsphase: Aber wie?" Ein Handlungsleitfaden für eine praxisorientierte Umgebung

Diplom-Kauffrau Jutta Reinemann

 

Seit 2012 implementiert die Hochschule Koblenz im Zuge der BMBF-Förderung zur Verbesserung der Qualität
der Lehre zur Erleichterung des Studienstarts fachspezifiche Studieneingangsphasen für die Fachbereiche. Diese sogenannten Kick-off Camps, konzipiert als zweiwöchige Blockveranstaltungen vor Vorlesungsstart, ermöglichen den Erstsemesterstudierenden gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden aus höheren Semestern in
komprimierte, fachbereichsspezifiche, angewandte Praxisprojekte einzusteigen und über begleitende Module
wichtige Informationen zu ihrem Fachbereich, ein Gefühl für das Studium sowie die grundlegendsten Kompetenzen für die Studierfähigkeit zu erfahren. Ziel ist es, die Studienstarter zur Erarbeitung von fachlichen Grundlagen
zu motivieren und den Zugang zu einem anwendungsorientierten Studium und problembasierten Lernen zu
eröffnen. Dazu werden Kompetenzen der Wissens- und Handlungsorientierung wie auch sozial-ethische Kompetenzen adressiert sowie Teamveranstaltungen angeboten, um gruppendynamische Prozesse herbeizuführen und
ein „Wir-Gefühl“ zu erreichen. Die Kick-off Camps werden sukzessive in die Fachbereiche eingeführt. Gleichzeitig werden die einzelnen Camps evaluiert und in einem PDCA-Zyklus (Plan/Do/Check/Act) reflktiert
 


Recherchetutorien in der Geschichtswissenschaft - Peer Teaching zur Verbesserung der Informationskompetenz von Studienanfängerinnen und -anfängern in Kiel

Sebastian Balling, Mats Aust, Sebastian Benjamin Struck, Andreas Christ

 

In diesem Beitrag wird auf Basis empirischer Daten und didaktischer Überlegungen ein hochschuldidaktisches Modell vorgestellt, das einer zentralen Herausforderung von Studienanfängerinnen und -anfängern der
Geschichtswissenschaft begegnen soll: Dem Erwerb von Informationskompetenz. Die Befähigung, thematisch
passende wissenschaftliche Literatur aufzufiden, zu bewerten und zu verarbeiten, ist von herausragender Bedeutung für das Gelingen des geschichtswissenschaftlichen Studiums während der ersten Studiensemester
 


Kristina Lisek
Projektkoordination

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