Jahrestagung 2018



Die Jahrestagung soll Anlass sein wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Konzepte zu präsentieren und zu diskutieren.

Programm

Zeit ProgrammThemaPersonen
9.00-9.15 Grußworte Kurt Schanné vom Bildungsministerium MV und Prof. Dr. Steffen Fleßa, Projektleitung interStudies_2
9.15-9.45Keynote
Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig BrückenDr. Isabel Roessler (CHE, Senior Projektmanagerin)
9.45-10.15Keynote Transformative Bildung und transformatives Lernen als Bausteine für eine große TransformationProf. Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH)
10.15-10.45 Diskussion
10.45-11.00 Einführung „Open Space“
11.00-12.00 Open Space I
12.00-13.00 Mittagspause mit Posteraustellung Schwerpunkte Digitalisierung, Vernetzung in der Region, gesellschaftliche Verantwortung
13.00-14.00 Open Space II
14.00-15.00 Open Space III
15.00-15.15 Kaffeepause
15.15-15.45 Zusammenfassung Open Space
16.00-17.00 Öffentlicher Vortrag Diversity and inclusion praxis in higher educationDr. Gilia C. Smith (University of Michigan-Flint, USA)

Moderation der gesamten Tagung: 
Jan-Martin Wiarda, Wissenschaft- und Bildungsjournalist



Abstracts Keynote

Dr. Isabel Roessler

„Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken“

Seit einigen Jahren hat sich ein Begriff in die Hochschulen gemogelt, der den ein oder anderen zum Stutzen bringt, Interesse und Begeisterung bei anderen hervorruft und deutliche Ablehnung bei Dritten: Third Mission. Eine dritte Mission, eine weitere Aufgabe, die neben Forschung und Lehre, den beiden Kernmissionen, nun von den Hochschulen und ihren Mitgliedern erwartet wird. Doch was verbirgt sich hinter Third Mission eigentlich?

Im Kern der Third Mission stehen Leistungen der Hochschulen, respektive ihrer Mitglieder, die zu einem wechselseitigen und Mehrwert schaffenden Austausch mit der außerhochschulischen Umwelt führen. Den Elfenbeinturm zu verlassen und sich für die Welt außerhalb der Hochschulmauern zu öffnen, geht damit einher, Third Mission zu betreiben. Der Region kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Gerade für Hochschulen im ländlichen Raum liegen hierin große Chancen. 

Sicher ist, dass sich die Institution Hochschule verändert, wenn sie Third Mission als gelebten und festen Bestandteil in ihren Alltag integriert. Third Mission führt – neben weiteren Faktoren – dazu, dass der „Elfenbeinturm Universität“ so nicht mehr existiert/existieren kann und bringt die gesellschaftliche Verantwortung greifbar in das Hochschulgeschehen hinein. Die Hochschulmauern werden durchlässig. Third Mission baut die notwendigen Brücken zwischen Hochschulen und Gesellschaft.

Uwe Schneidewind

„Transformative Bildung und transformatives Lernen als Bausteine für eine Große Transformation“

Die „Große Transformation“ beschreibt die umfassenden technologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Umbrüche, die für das Erreichen einer Nachhaltigen Entwicklung notwendig sind. Die Große Transformation buchstabiert sich dabei als Energie- und Ressourcenwende, als Mobilitäts- und Ernährungswende oder als industrielle Wende aus und ist mit einer grundlegenden Wohlstandswende verbunden.

Wie müssen Bildungs- und Lernprozesse gestaltet sein, die Menschen ermächtigen, sich in Phasen solcher gesellschaftlichen Umbrüche zu orientieren und handlungsmächtig zu bleiben? Darauf geben die Konzepte der transformativen Bildung und des transformativen Lernens eine Antwort. Der Vortrag führt in das Konzept der Großen Transformation ein und geht auf die Bedeutung von Lern- und Bildungsprozessen in diesem Kontext ein.

Zum Hintergrund:

Schneidewind, Uwe (2018): Die Große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels. Fischer Verlag 2018 (Erscheint Ende August 2018) (https://www.fischerverlage.de/buch/die_grosse_transformation/9783596702596)

 

Schneidewind, Uwe/Singer-Brodowski, Mandy (2014): Transformative Wissenschaft. Klimawandel im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem. 2. Auflage, Metropolis, Marburg 2014. (https://www.metropolis-verlag.de/Transformative-Wissenschaft/1057/book.do)

Öffentlicher Vortrag

Dr. Gilia C. Smith

"Diversity and inclusion praxis in higher education"

Exploring the third theme of the conference from an American perspective (Gibt es im 21. Jahrhundert noch die “Elfenbeinturm Universitaet” und welche gesellschaftliche Verantwortung tragen Lehrende und Studierende?), this talk will examine the imperative of diversity and inclusion praxis in higher education.  Teaching critical analytical skills, scholarly writing and debate, information literacy, research methodologies, scientific discovery and exploration, and cultivating future generations of faculty all remain central obligations of elite institutions.  But the increasing heterogeneity of U.S. society and the realities of a digitally connected and global economic system have added a new imperative to the list: the responsibility to educate thought and business leaders, scholars, teachers, lawyers, scientists and artists to participate fully and effectively in a diverse democracy and within global, multicultural contexts.  There are three established mechanisms for achieving this goal:  diversifying the academy; educating students and faculty about the benefits of diversity and inclusion, as well as methods for interrupting and eroding cognitive biases; and implementing policies and practices that sustain diverse representation and foster inclusive climates.  The talk will explore why these mechanisms are interconnected, how they complicate the educational enterprise, and ways in which they undermine the very notion of the “Ivory Tower.”  Along the way, Dr. Smith will cite specific examples, drawn from her own experiences at Columbia University and the University of Michigan campuses in Ann Arbor and Flint.