Resolution des Senats gegen Angriffe auf die Würde und Integrität von Universitätsangehörigen

Der Senat der Universität Greifswald wendet sich mit Entschiedenheit gegen Angriffe auf die Würde und Integrität von Angehörigen der Universität auch im medialen Kontext.

Mit der zunehmenden Präsenz von Social-Media und der digitalen Kommunikation jedweder Art steigt auch die Anzahl von aggressiven, diskriminierenden und drohenden Äußerungen gegenüber Lehrenden, Studierenden und Mitarbeiter*innen der Hochschulverwaltung. Rektorat und Senat der Universität dulden nicht, dass Universitätsangehörige im digitalen Raum, insbesondere in sozialen Netzwerken oder E-Mails, angegriffen, verunglimpft, bedroht oder in sonstiger Weise beeinträchtigt werden. Ebenso wenig wird geduldet, dass sich Universitätsangehörige anzüglich, belästigend oder beleidigend über andere Universitätsangehörige äußern.

Bei Bekanntwerden solcher Äußerungen werden die Betroffenen seitens der Universität auch unter Nutzung möglicher arbeits- und dienstrechtlicher Sanktionen unterstützt. Insbesondere bei Verdacht strafrechtlich relevanter Äußerungen wird gegebenenfalls Anzeige erstattet bzw. werden die Betroffenen darin unterstützt, Anzeige zu erstatten. Dies gilt vor allem, wenn Universitätsangehörige in der Wahrnehmung ihrer Dienstaufgaben beeinträchtigt werden. Das Rektorat weist in diesem Zusammenhang auf eine potentielle Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden mit Social-Media-Betreibern hin.

Universitäten stehen für einen offenen, fairen, wertschätzenden und solidarischen Umgang miteinander. Rektorat und Senat der Universität Greifswald appellieren eindringlich an alle Lehrenden, Studierenden und Mitarbeiter*innen der Universität, in allen Formen des sozialen Austausches Integrität und Würde ihrer Mitmenschen zu achten.

Resolution als PDF

Diskutiert und verabschiedet im Senat der Universität Greifswald
18. September 2019