Forschung, Lehre und Transfer
Nachhaltigkeit in der Forschung

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Gegenstand der Forschung an der Universität Greifswald. Dies belegt die Vielzahl von Forschungsprojekten mit direktem Nachhaltigkeitsbezug. Die universitäre Forschungsstrategie folgt der Maxime „Umwelt & Mensch im Wandel – Probleme & Lösungen“. Sie hat drei interfakultäre Schwerpunkte (One Health, Ostseeraum und Prävention), deren Fundament 12 bereits sehr gut etablierte interdisziplinäre Kernthemen sind. Dazu gehören unter anderem die Kernthemen “Bioökonomie”, “Ländliche Räume”, “Moore, Küsten & Meere” und “Umweltwandel”.
Nachhaltigkeit in der Lehre
In Studium und Lehre ist Nachhaltigkeit an der Universität Greifswald in vielfältiger Weise präsent. Zehn von insgesamt über 100 Studienprogrammen (drei Bachelor, sieben Master) haben einen klaren Nachhaltigkeitsschwerpunkt. Die ökologische Dimension ist traditionell besonders stark repräsentiert, aber auch die Studienprogramme der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften bieten Module zu Nachhaltigkeitsthemen an, etwa das Modul der General Studies „Nachhaltigkeit interdisziplinär“.
Nachhaltigkeit im Transfer
Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein im Forschungsprofil und im Transfer. Dies belegt die Fülle und inhaltliche Vielfalt an Forschungsprojekten, die sich auf Fragen der nachhaltigen Entwicklung konzentrieren. Als wichtige Akteurin der nachhaltigen Entwicklung wirkt die Universität Greifswald als Bindeglied zwischen der Region und nationalen wie internationalen Partnern und Prozessen in einer global vernetzten, sich rasch verändernden Welt (Third Mission).
In Ihrer Transfer- und Innovationsstrategie bekennt sich die Universität Greifswald dazu, die nachhaltige Entwicklung der dominierenden Wirtschaftszweige der Region, Landwirtschaft und Tourismus, zu fördern, insbesondere bei der Schaffung neuer Wertschöpfungsketten, zum Beispiel im Bereich Bioökonomie. Aus Sicht der Universität besteht die Herausforderung darin, in enger Kooperation mit benachbarten Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung, die Lösung regionaler Probleme anzugehen und eine starke Wissenschaftsregion zu entwickeln.
Nachhaltigkeitspreis

Das Rektorat, die Nachhaltigkeitskommission des Senats und der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Greifswald verleihen jährlich den Nachhaltigkeitspreis. Der Preis würdigt hervorragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten sowie Promotionen, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.
Bisherige Träger*innen des Nachhaltigkeitspreises
- 2026: Dr. Lucas Hennicke (Dissertation): “Hybride Treibhausgasbepreisung - Systematisierung und verfassungsrechtliche Bewertung” sowie Dr. Yannick Branson (Dissertation): "Enzymatic Degradation of Synthetic Polymers"
- 2025: Tanja Narjes (B.Sc.-Arbeit): „Eine Pilotstudie zur Quantifizierung des Energieeinsparpotenzials durch einen Aufruf zur Verbrauchsreduktion in Gebäuden der Universität Greifswald“.
- 2024: Oliver Karl Dittmann (B.Sc.-Arbeit): „Pilotstudie zur Entwicklung eines Informationssystems zur Energienutzung für Gebäudenutzer der Universität Greifswald“.
- 2023: Dr. Henrik Terholsen (Dissertation): „Enzymatic valorization of sustainable carbon sources“.
- 2022: Dr. Sabine Wichmann (Dissertation): „The economics of paludiculture: Costs & benefits of wet land use options for degraded peatlands – with a focus on Reed and Sphagnum moss“
- 2021: Johanna Czichowski (B.Sc.-Arbeit): „How does the individual’s responsibility compare with those of industry, government, and the media in the effort to mitigate the climate crisis?“ sowie Katharina Pickl (B.Sc.-Arbeit): „Die Biodiversität in Privatgärten und das handlungsbasierte Wissen der Gartenbesitzer: Eine Studie zur Gartenkultur in Ingolstadt“
- 2020: Johanna Braun (M.Sc.-Arbeit): „Sustaining Global Food Supply within the Planetary Boundary for Freshwater Use – A quantitative Analysis on the Potentials of Dietary Changes“
- 2019: Julia Merkelbach (M.Sc.-Arbeit): „Erstellung, Umsetzung und Hemmnisse einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie am Beispiel der Stadt Ratingen“ sowie Alexander Seliger (M.Sc.-Arbeit): „Management options for the conversion of non-native coniferous forest patches towards more natural species composition in the Western Pomerania Lagoon Area National Park (Germany)“