Universität in der Region

Universität in der Region

Eröffnung Universität in der Region in Pasewalk
Symbolbild Universität in der Region
Symbolbild Universität in der Region
Symbolbild Universität in der Region
Symbolbild Universität in der Region

Die Vortragsreihe der Universität

Im Rahmen der Vortragsreihe „Universität in der Region“ präsentieren Wissenschaftler*innen der Universität Greifswald ihre neuesten Forschungsergebnisse direkt vor Ort. In populärwissenschaftlichen Vorträgen und Diskussionen wird die breite Öffentlichkeit angesprochen und Diskurse zu gesellschaftlich relevanten Themen angestoßen. Damit befördert die Reihe nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft, sondern stärkt auch die enge Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Vorpommern.

Porträt Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier
4. März 2020 – 17:00 Uhr

Gedrückte Stimmung, Lustlosigkeit, Schlafstörungen, Suizidgedanken: Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und führen zu erheblichem Leid bei den Betroffenen und deren Angehörigen. Auch sind sie einer der häufigsten Gründe für Fehltage bei der Arbeit. Einmal erkannt, kann eine Depression jedoch meist erfolgreich behandelt werden. Im Vortrag stellt Frau Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier diese sogenannte Volkskrankheit aus dem Blickwinkel der Betroffenen vor und zeigt neue Wege auf, wie insbesondere auch chronisch depressiven Menschen durch psychotherapeutische Methoden geholfen werden kann.

Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier hat seit Oktober 2019 die Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Greifswald inne und ist Direktorin des dortigen Zentrums für Psychologische Psychotherapie. Sie forscht seit vielen Jahren zur Depression und hat als Psychologische Psychotherapeutin ambulant und stationär viele Betroffene sehr erfolgreich behandelt.

Der Vortrag richtet sich an die breite Öffentlichkeit und ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet.

Volkskrankheit Depression – neue psychotherapeutische Wege der Behandlung

Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier, Institut für Psychologie

Veranstaltungsort:Pasewalk, Kulturforum „Historisches U“

Porträt Isabel Barwisch - Foto: Ole Kracht
AUSFALL! 2. April 2020 – 17:00 Uhr

Die Vögel des Glücks sind in unserer Region insbesondere zu den Zugzeiten im Frühjahr und Herbst zu Tausenden zu beobachten. In Mecklenburg-Vorpommern brüten mehr als 4 000 Paare dieser imposanten Art. Trotz steigender Populationszahlen wurde in einigen Regionen in den letzten Jahren beim Kranich ein rückläufiger Reproduktionserfolg verzeichnet. Seit 2016 werden Brutplätze mittels Wildkameras beobachtet, um Störungen und Ursachen für Gelegeverluste ermitteln zu können. Als ursprüngliche Brutgebiete gelten größere Moore sowie Bruchwälder. Zugleich ist die Art sehr anpassungsfähig, wodurch sich die Kraniche auch die stark durch den Menschen geprägten Agrarlandschaften zu Nutze machen konnten.

Doch mit welchen Herausforderungen werden die Kraniche in den neu erschlossenen Lebensräumen konfrontiert? Unterliegen einzelne Habitate möglicherweise einem höheren Druck durch Räuber (Prädationsdruck) als andere? Wie Kraniche mit verschiedenen Bruthabitaten zurechtkommen und welche Auswirkungen dies auf die Art haben könnte, wird in der Veranstaltung ebenfalls aufgezeigt.

Der Vortrag richtet sich an die breite Öffentlichkeit und ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet.

Störenfrieden und Eierdieben auf der Spur – Gefahren für brütende Kraniche und ihren Nachwuchs

Isabel Barwisch, Zoologisches Institut und Museum, Vogelwarte

Veranstaltungsort: Stadtgeschichtliches Museum, Wolgast (Rathausplatz 6)

Porträt Prof. Dr. Corinna Kröber - Foto: Magnus Schult
Portrait Kerstin Pukkallus - Foto: Ulrich Blume
5. Mai 2020 – 17:00 Uhr

Bürgermeister, Stadträte, Landräte – Warum ist (Kommunal-)politik immer noch eine Männerdomäne? Dieser Frage widmet sich Prof. Dr. Corinna Kröber bei der „Universität in der Region“ in Torgelow. Die Politikwissenschaftlerin forscht an der Universität Greifswald zu Frauen in der Politik. In ihrem Impulsvortrag stellt sie zunächst den Anteil der Bürgermeisterinnen, weiblichen Kreis- und Gemeinderatsmitglieder in Mecklenburg-Vorpommern im innerdeutschen und europäischen Vergleich dar. Außerdem geht sie darauf ein, wie Angebot und Nachfrage die Unterschiede im Frauenanteil in kommunalpolitischen Ämtern erklären. Insbesondere betrachtet sie dabei die Bedeutung des Wahlsystems, die Kompetenzen der Kommunen und die Maßnahmen zur Rekrutierung von Kandidat*innen für öffentliche Ämter.

In der anschließenden Diskussionsrunde mit der Bürgermeisterin von Torgelow, Kerstin Pukallus, geht es um die (zusätzlichen) Hürden, die Frauen für ein kommunalpolitisches Engagement in Deutschland überwinden müssen. Außerdem soll mit den Besucherinnen und Besuchern diskutiert werden, ob zusätzliche Maßnahmen wie eine Frauenquote für die Kommunalpolitik nötig sind oder ob sich der Frauenanteil im Laufe der Zeit von selbst an Geschlechterparität annähern wird.

Der Vortrag richtet sich an die breite Öffentlichkeit und ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet.

Brauchen wir eine Frauenquote in der Kommunalpolitik?

Juniorprof. Dr. Corinna Kröber, Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft, und Kerstin Pukallus, Bürgermeisterin in Torgelow

Veranstaltungsort: Torgelow, Ueckersaal (Ueckerpassage 11)

Prof. Dr. Sebastian Günther - Foto: Philipp Müller
Prof. Dr. Katharina Schaufler - Foto: Philipp Müller
10. Juni 2020 – 17:00 Uhr

Die Gesundheit von Mensch und Tier ist zunehmend durch Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien bedroht. Dies ist eine enorme Herausforderung im sich anbahnenden Zeitalter ohne sicher wirksame Antibiotika. In dieser Situation stellen Wirkstoffe, welche die krankmachenden Eigenschaften von Bakterien angreifen und dadurch eine Infektion verhindern oder abschwächen können, eine sinnvolle Alternative zum Einsatz klassischer Antibiotika dar. Gerade bei unkomplizierteren Harnwegs- oder Atemwegsinfektionen könnte so der Einsatz von Antibiotika reduziert werden.

Aktuell rücken traditionell eingesetzte Heilpflanzen in den Mittelpunkt des Interesses. Ein Hauptziel der Arbeiten der Pharmazeutischen Biologie und Pharmazeutischen Mikrobiologie an der Universität Greifswald ist, die Inhaltsstoffe dieser ursprünglichen Heilpflanzen unter Einbeziehung modernster Methoden der Analytik, Mikrobiologie und Bioinformatik auf ihre Nutzbarkeit hinsichtlich der Bekämpfung von antibiotikaresistenten Bakterien zu überprüfen. Ein interessantes Beispiel ist der in Vorpommern angebaute Sonnentau.

Der Vortrag richtet sich an die breite Öffentlichkeit und ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet.

Zurück zu den Wurzeln – Können alte Heilpflanzen im Kampf gegen resistente Keime helfen?

Prof. Dr. Sebastian Günther und Juniorprof. Dr. Katharina Schaufler, beide Institut für Pharmazie

Veranstaltungsort:Pasewalk, Kulturforum „Historisches U“

Porträt Dr. Marie Zühlke - Foto: Philipp Müller
2. Juli 2020 – 17:00 Uhr

Algen sind ein essentieller Bestandteil des marinen Ökosystems, denen zusätzlich viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden. Es kann jedoch äußerst problematisch werden, wenn sich Algen massenhaft vermehren. Derartige Algenblüten nehmen in ihrer Häufigkeit und Intensität zu, was maßgeblich durch den Menschen beeinflusst wird. So bedecken Algenteppiche in regelmäßigen Abständen weitläufig Meere und Strände, mit erheblichen ökologischen und ökonomischen Auswirkungen. Auf der anderen Seite birgt die Algenbiomasse enormes Potenzial. Aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe sind Algen vielfältig nutzbar. Algen aus der Ostsee könnten zukünftig für die Gewinnung neuer mariner Zucker geerntet werden. Aber auch andere Inhaltsstoffe, wie Pigmente für kosmetische Anwendungen oder ungesättigte Fettsäuren für gesunde Nahrungsmittel, sind attraktiv.

In diesem Vortrag tauchen Sie zusammen mit Dr. Marie-Katherin Zühlke in das Phänomen Algenblüte ein. Dabei schließen Sie Bekanntschaft mit den Bakteriengemeinschaften, für die eine Algenblüte einen reich gedeckten Tisch darstellt und lernen diejenigen Mechanismen kennen, die Bakterien zu den Meistern der Algenverdauung machen. Ihre dafür benötigten Enzymbaukästen sollen eingesetzt werden, um sich Algenbiomasse, insbesondere deren hochkomplexe Zucker, zugänglich und damit nutzbar zu machen.

Der Vortrag richtet sich an die breite Öffentlichkeit und ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet.

Algenblüten – Fluch oder doch ein Segen?

Dr. Marie-Katherin Zühlke, Institut für Pharmazie

Veranstaltungsort: Karlshagen, Haus des Gastes (Hauptstraße 4)


Universität in der Region

Wissen lockt. Seit 1456 an die Universität Greifswald – nun präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität ihre neuesten Forschungsergebnisse direkt vor Ort. Zum Wintersemester 2018/19 startete die neue Vortragsreihe „Universität in der Region“. In populärwissenschaftlichen Vorträgen und neuen Diskussionsformaten werden die breite Öffentlichkeit angesprochen und Diskurse zu gesellschaftlich relevanten Themen angestoßen. Damit befördert die Reihe nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft, sondern stärkt auch die enge Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Vorpommern. Die Auftaktveranstaltung fand am 10. Oktober 2018 im Kulturforum „Historisches U“ in Pasewalk statt. Der Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Johanna E. Weber, und die Bürgermeisterin von Pasewalk, Sandra Nachtweih, eröffneten die Reihe und diskutierten mit den Besucherinnen und Besuchern.

„Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.
Mit freundlicher Unterstützung von: Stadt Pasewalk, Sparkasse Vorpommern in Anklam, Stadtgeschichtliches Museum Wolgast

Presse- und Informationsstelle
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17489 Greifswald
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